Freitag, 16. November 2012

Anleitung: Jongliersäckchen (Pyramiden) nähen

Meine Tochter hat gestern Jongliersäckchen beantragt, nachdem sie im Schulsport Zirkusunterricht hatten. Ich musste erstmal googeln, was das überhaupt sein soll ;-) Nachdem ich dahintergekommen bin, ist sofort mein Selbermachtatendrang erwacht und ich hab eine kleine Anleitung gemacht, falls noch jemand Bedarf an Jongliersäckchen hat. Ich finde es eine tolle kleine Geschenkidee für Adventskalender oder Nikolaussäckchen! Jonglierübungen sind ja ne prima Motorikübung.
Meine laienhafte Anleitung richtet sich natürlich nicht an erfahrene Näherinnen (die sich vermutlich schlapplachen dürften), sondern an Leute wie mich, die eher wenig Nähkenntnisse haben und somit mit weniger detailierten Anleitungen über Pyramiden im Web Verständnisprobleme haben könnten - wie ich gestern :-)

Ich finde Recycling prima und habe erstmal die Altkleiderbestände nach geeigneten Stoffen durchsucht. Dabei habe ich 3 Shirts ausgegraben, die mir geeignet erschienen. Als Nichtnäher ohne Stoffbesitz blieb mir auch gar nichts anderes übrig ;-) Meine Jongliersäckchen sind immer zweifarbig. Eine Version sollte mädchenhaft sein, die andere jungstauglich, damit sich meine beiden Zwerge sich nicht streiten müssen.

Zuerst habe ich mir ein Quadrat aus Karton 10 x 10 cm ausgeschnitten als Schablone und dann pro Säckchen 2 Stoffquadrate ausgeschnitten.

Anschließend werden je 2 Stoffquadrate rechs auf rechts (also die schöne Seite) aufeinandergelegt und 3 Seiten zugenäht. Dann wenden!

Damit eine Pyramide entsteht, muss die 4. Seite am Schluß quer zugenäht werden. Auf diesem Foto hab ich es so hingelegt, dass man das erkennen kann.

Zum Füllen kann man verwenden, was der Vorratsschrank so hergibt. Reis, Erbsen, Linsen, Hirse, Getreide usw. Ich hab Linsen gefunden, die keiner mehr essen mag und Bulgur, der sein MHD bereits lange hinter sich gelassen hat.... Von meiner Linsen-Bulgur-Mischung habe ich ca 60 g in jedes Säckchen gefüllt und sie mit je 2 Stecknadeln oben zugesteckt.

Zum Schluß wird die letzte Seite zugenäht und fertig sind die Jongliersäckchen ;-)


Der Vorteil gegenüber Bällen ist nicht von der Hand zu weisen. Sie rollen nicht ständig weg, wenn sie hinunterfallen und sind -nicht nur für Kinderhände - super zu fassen!

Kommentare:

  1. Total schöne Ideen. Muß ich mir merken bis der kleine mal im Grundschulalter ist, die anderen haben das Zirkusprojekt schon lange hinter sich.
    LG Silvi

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  2. ich " musste" in der schule auch jonglieren leren. nicht nur gut für die motorik sondern auch für die verknüpfung von rechter und linker gehirnhälfte.
    wenns am anfang mit bällen zu schwer ist kann man auch mit chiffontücher üben, bis der bewegungsablauf drin ist. einmal gelernt beherrscht man es im schlaf und verlent es auch nie wieder....
    viel spaß beim üben ....

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  3. Eine schöne Idee!
    Ich wünsch Dir ein schönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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