Dienstag, 1. März 2016

Recycling-Häkeln aus alter Bettwäsche: Klavierhocker in neuem Look

Ich habe mal wieder ausgediente Baumwollbettwäsche in "Häkelgarn" verwandelt. Diese Art der Materialgewinnung finde ich schlichtweg genial. Ich kann es kaum glauben, dass es bereits ziemlich genau 4 Jahre her ist, dass ich Euch meinen aus Bettwäsche gehäkelten Badteppich auf dem Blog gezeigt habe. Diesmal entstand allerdings ein neuer Bezug für meinen Klavierhocker nach dem gleichen Prinzip.
Ich habe einen Deckenbezug, nachdem ich die Knopfleiste und die Nähte einfach weggeschnitten habe, in etwa 2-3 cm breite Streifen geschnitten. Dazu direkt mein erster Ratschlag, falls ihr ein ähnliches Projekt plant: wickelt den enstehenden Stoffstreifen direkt beim Schneiden als Knäuel auf! Ich hab das Teil komplett in Streifen geschnitten und dann total viel Zeit vergeudet, um den Streifensalat wieder zu entwirren... Entsprechend der Größe meines Klavierhockers habe ich Reihen in festen Maschen mit einer Nadel Nr. 12 gehäkelt und dazu für vorne und hinten einen Randstreifen, den ich dann angenäht habe.

Bettwäsche ist meist nicht durchgefärbt und die Rückseite sehr hell. Bei meinem Badteppich damals fand ich den entstehenden Farbton super, aber diesmal wollte ich überwiegend die leuchtend bunten Farben der Vorderseite haben. Mein Tipp für kräftige Farben: Während dem Häkeln den Stoffstreifen einmal mittig falten, bevor er mit der Nadel aufgenommen wird.

So sah der Klavierhocker übrigens vorher aus. Streng genommen sieht er noch genauso aus, da der Bezug zum Waschen abnehmbar ist. Beige ist einfach nicht meine Farbe.

Um den Bezug zu befestigen, habe ich die letzte Reihe (nachdem die beiden Streifen als vorderer und hinterer Rand angenäht waren - für die Seitenränder habe ich das Oberteil länger gemacht und überhängen lassen) in halben Stäbchen mit je einer Luftmasche dazwischen gehäkelt. Durch diese "Lochreihe" habe ich dann einen längeren Stoffstreifen gefädelt und fest zusammengebunden.

verlinkt bei Häkelliebe, Creadienstag, Hot

Kommentare:

  1. Zu meiner Ausbildungszeit in der NAK konnte man dort noch sogenannte Kantenabschnitte kaufen. Die hab ich säckeweise nach Hause geschleppt und daraus Teppiche gehäkelt. Der Hockerbezug ist aber auch eine geniale Idee.

    LG

    Sylvia

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  2. sieht richtig fröhlich aus und ist bestimmt auch weich

    lieben Gruß
    Uta

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  3. Verrückt was man alles so machen kann. Sieht richtig nach Frühling aus!

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  4. Haha sehr cool!
    Ich hatte auch mal 2 kleine Bettvorleger mit dieser Technik :-)
    Susanne

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  5. Super Idee und sieht so cool aus.
    Liebe Grüße
    Christine

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  6. Einen Klavierhocker habe ich nicht, aber genügend nicht mehr so tolle Bettwäsche.

    Die Idee, daraus Sitzbezüge zu machen, ist genial. Deinen Hocker finde ich jedenfalls viel ansprechender so als vorher.
    Ich werde in Runden häkeln und damit die Baumstümpfe in unserem Garten bequemer machen, die wir als Sitzgelegenheiten nutzen.

    Sonnige Frühlingstage wünscht dir
    Gaby

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  7. Liebe Steffi,
    eine Sysiphusarbeit, die sich aber gelohnt hat! Der Klavierhockerbezug sieht so fröhlich aund bequem aus, und die alte Bettwäsche ist zu neuen Ehren gekommen :O)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  8. cool, du machst auch Bettwäscheverwertung. Sieht toll aus dein Hocker. Das macht aber auch Spaß, weil man so schnell weiter kommt.....;-)
    Liebe Grüße
    Gerlinde

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  9. Mit so einer großen Häkelnadel ist es irgendwie ziemlich anstrengend, finde ich.
    Aber die Mühe hat sich wirklich gelohnt, der Hocker hat jetzt ein fröhliches Kleid :)
    LG Lehmi

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  10. Soooo schön ist der geworden! Gratulation!!! Muss ich mir merken, ich finde das eine tolle Idee!

    Ganz liebe Grüße Lolo

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