Sonntag, 5. Juni 2016

Gelesen: Ein ganzes Leben

Titel: Ein ganzes Leben
Autor: Robert Seethaler
ISBN: 978-3-442-48291-7
* erschienen bei Goldmann

Klappentext:
Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Mir fällt es gar nicht leicht, über dieses Buch zu schreiben, weil es so anders ist als das, was ich sonst gern lese. Es hat mich in seiner unaufgeregten, ja fast sachlich geschilderten Erzählform sehr beeindruckt und es war mit seinen 192 Seiten in 3-4 Happen aufgelesen. Der Hauptdarsteller beeindruckt durch seine Demut. Eine schwere Kindheit ohne Zuneigung, dafür umso mehr körperliche Misshandlung, harte körperliche Arbeit, Krieg, langjährige Gefangenschaft, der frühe Verlust seiner Frau, niemals das, was wir Wohlstand oder Luxus nennen, nimmt er scheinbar klaglos hin und hadert nicht mit seinem Schicksal. Was braucht´s zum Glücklichsein? Fazit: Lesen!

* Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar, das mir zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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