Montag, 17. Oktober 2016

Rezension: Das Liebes-Projekt

Heute stelle ich Euch ein Buch vor, das ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Zuerst wieder die offiziellen Daten:

Titel: Das Liebes-Projekt
Autor: Lydia Netzer
Verlag: btb *
ISBN: 978-3-442-71402-5
Klappentext:

Liebe unter Wissenschaftlern… George, ein verträumter Kosmologe, erforscht den Ursprung des Universums. Irene, die pragmatische Astrophysikerin, erschafft schwarze Löcher im Labor. Als beide sich am bekannten Institut für Astronomie in Toldeo begegnen, passiert es: Die Liebe schlägt ein wie ein Blitz und wirft beide aus ihrer Umlaufbahn. Irene und George scheinen wie füreinander geschaffen. Ein glücklicher Zufall? Daran glauben Astrophysiker prinzipiell nicht. Dann findet Irene auch noch heraus, dass ihre und Georges Mutter einander kannten und ganz eigene Pläne mit den beiden hatten… Steht ihre Liebe unter keinem guten Stern?

Als ich den Text gelesen hatte, erinnerte mich das stark an das "Rosie-Projekt", welches mir ausgesprochen gut gefallen hat und auch die Aufmachung des Covers weckten meine Leselust.Zu Beginn der Geschichte erfährt Irene, die in einer äußerst skurillen Beziehung mit einem Computerfreak lebt, dass ihre Mutter durch einen Sturz ums Leben kam und sie reist zurück an ihren Geburtsort. Sie ergattert dort eine neue Arbeitsstelle und lernt dort den Astrophysiker George kennen.

Soweit war das für mich alles beschaulich zu lesen. Allerdings wird die ganze Geschichte dann ziemlich außergewöhnlich. George leidet z. B. unter Halluzinationen und nimmt ständig irgendwelche Göttinnen wahr, was mich beim Lesen dann doch ziemlich irritiert hat. Es stellt sich heraus, dass die Mütter der beiden sich sehr gut gekannt haben - beide hatten einen ausgeprägten Hang zum Übernatürlichen- und Irene quasi planmäßig gezeugt wurde, um eine Seelenverwandte für George zu schaffen. Die Mütter hatten die perfide Idee, die Kinder zu Anfangs wie Geschwister aufzuziehen, sie dann zu trennen, aber bereits in ihrer Erziehung und ihren Erfahrungen die Grundlagen zu schaffen, dass sie später perfekt zueinander passen. Allerdings kam es dann zu einem Zerwürfnis, Irenes Mutter wurde zur Alkoholikerin und der Plan konnte nicht mehr umgesetzt werden. Da sich die beiden dann ja dennoch gefunden haben, erscheint nur anfänglich als schicksalhafter Zufall....  Wenn ich meine eigenen Worte nun lese, muss ich schon sagen, dass die Story schon sehr verrückt ist! Aber auch sehr überraschend und teilweise sehr lustig. Ich mag´s allerdings lieber etwas realistischer und würde demzufolge maximal 3 von 5 Sternen vergeben :-)
* Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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